Graue Landschaft, graue Luft

13. Januar 2020

Asche liegt auf Straßen und auf Autos. Auch Bäume und Häuser sind mit einer dicken grauen Schicht bedeckt. Schuld daran ist der Vulkan Taal, der auf einer Insel im Land Philippinen in Südostasien steht. Er hat am Sonntag und Montag Wolken aus Asche ausgespuckt. Diese rieselten dann auf alles in der Umgebung nieder.

Zehntausende Menschen in der Gegend verließen deswegen ihre Heimat. Helfer brachten die Menschen mit Autos, Minibussen und Lastwagen weit weg vom Vulkan. Die Geflohenen kamen in sicheren Gebäuden unter, wo sie etwas zu Essen und einen Schlafplatz bekamen.

Wie lange der Vulkan noch Asche, Steine und auch glühende Lava ausspuckt, können die Experten nicht vorhersagen. Sie beobachten den Boden genau. Dabei haben sie seit Sonntag mehr als 100 Erdbeben gemessen. Das könnte bedeuten, dass sich unter der Erde noch weiteres flüssiges Gestein ausbreitet und an die Oberfläche kommen will. Deswegen könnte es weitere Ausbrüche geben.

Der Vulkan Taal bricht nicht zum ersten Mal aus. Wissenschaftler haben in den vergangenen Jahrhunderten mehr als 30 Ausbrüche gezählt. Und auch auf anderen Inseln in der Gegend stehen aktive Vulkane, die immer wieder rumoren.

Warum gibt es ausgerechnet dort so viele Vulkane? Eine Antwort darauf weiß Professor Torsten Dahm. Er erklärt: Das hängt mit den Platten auf der Oberfläche der Erde zusammen. Die ganze Erdkruste besteht nämlich aus verschiedenen Platten, die sich langsam bewegen. Wo sich die Philippinen befinden, schiebt sich eine dieser Platten unter eine andere.

«Dabei wird das Gestein erwärmt und kann schmelzen», sagt Herr Dahm. Dieses flüssige Gestein kann sich dann unten sammeln. Und irgendwann schafft es sich Risse im festen Gestein und kommt wieder an die Oberfläche. «Dort entstehen dann die Vulkane», sagt Torsten Dahm.

dpa.

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