Gewaltfrei für den Umweltschutz

12. September 2021

Ein alter Fischkutter mit einem grünen Segel. Darauf steht in großen Buchstaben: Greenpeace. Das bedeutet grüner Frieden. Damit fing alles an.

Vor 50 Jahren tuckerte eine Gruppe Menschen im Hafen der Stadt Vancouver in Kanada mit dem Boot los. Ihr Ziel: Eine Insel vor der Küste Alaskas. Dort wollte die Gruppe gegen einen geplanten Atombomben-Test der Vereinigten Staaten von Amerika protestieren.

Dieser Plan ging zwar nicht auf. Trotzdem bekam die Gruppe mit der Aktion viel Aufmerksamkeit. Die Tests mit Atomwaffen wurden zumindest auf dieser Insel später abgebrochen. Die Aktion gilt daher als erster Erfolg der Organisation. Später gab sie sich den Namen Greenpeace. Was damals niemand geahnt hätte: Aus Greenpeace wurde eine der größten und bekanntesten Umweltschutz-Organisationen der Welt.

Berühmt wurde Greenpeace vor allem durch besondere Einsätze, etwa mit dem Schiff «Rainbow Warrior». Übersetzt heißt das «Regenbogen-Krieger». Damit, aber auch mit kleinen Schlauchbooten, fuhren Greenpeace-Aktivisten etwa nah an Walfang-Schiffe heran. So wollten sie den Fang der Tiere verhindern. Greenpeace protestierte auch gegen die Tötung von Robben oder das Abladen von Atom-Müll.

Einige Proteste richteten sich auch gegen die damalige Regierung des Landes Frankreich. Schließlich wurde die «Rainbow Warrior» im Auftrag der französischen Regierung versenkt. Dabei starb ein Greenpeace-Fotograf. Die Umweltschützer bekamen noch mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung von Menschen auf der ganzen Welt.

Länger schon setzt sich Greenpeace auch für andere Themen ein: den Klimaschutz, den Schutz von Wäldern und Meeren zum Beispiel. Häufig kommen dabei große Protest-Plakate zum Einsatz. Bei allen Protesten ist es Greenpeace wichtig, gewaltfrei vorzugehen.

Mit ihren Aktionen hat die Organisation schon viel für den Umweltschutz erreicht. Allerdings wurde sie auch häufig kritisiert. Ihr wird zum Beispiel vorgeworfen, dass Aktivisten bei manchen Aktionen gegen Gesetze verstoßen oder andere Menschen gefährden.

dpa.

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