Gerechtigkeit ist nicht immer gleich

14. November 2013

Wenn jemand ungerecht behandelt wird - das finden die meisten Menschen blöd. Doch was genau ist denn gerecht - und was ist ungerecht?

Darüber zerbrechen sich viele kluge Menschen schon seit langer Zeit den Kopf. Denn so einfach, wie es vielleicht klingt, ist das gar nicht. «Das Gefühl dafür, was gerecht ist und was nicht, ändert sich ständig», sagt Markus Schollmeyer. Er ist Gerechtigkeits-Forscher.

«Früher dachten Menschen etwa, es sei gerecht, wenn auch Kinder arbeiten», sagt der Experte. Sie fanden: Wer es kann, soll Geld für die Familie verdienen - ist doch nur gerecht. Heute glauben die Menschen in Deutschland das nicht mehr. Hier gilt nun als gerecht: Kinder sollen erst einmal Zeit für sich haben, bevor sie Geld verdienen. Etwa um zu spielen und zu lernen.

«Gerechtigkeit ist eben nur ein Gefühl», sagt Markus Schollmeyer. «Eines, das jeder in sich trägt.» Was ungerecht ist, erkennen wir alle, glaubt der Experte. «Man spürt das, wenn jemand ungerecht behandelt wird. Dann zieht es zum Beispiel im Bauch.» Wer sich nicht ganz sicher ist, kann sich auch überlegen: Will ich so behandelt werden? Wäre ich sauer, wenn das jemand mir sagen würde? Daran erkennt man schnell, was ungerercht ist. Es gibt auch einen Spruch, der hilft, sich das zu merken: Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.

dpa.

Schließen

    Diesen Artikel versenden





Bitte bestätigen Sie Ihre Angaben

Bitte geben Sie den untenstehenden Code ein

© VRM GmbH & Co. KG 2021
Alle Rechte vorbehalten | Vervielfältigung nur mit Genehmigung der VRM GmbH & Co. KG