Flugschau mit Falken - Streit um Tierquälerei

15. Juli 2014

Das Publikum blickt gespannt nach oben. Aus einem Lautsprecher dröhnt Musik. Dann hat ein Wanderfalke seinen Auftritt. Ein Trainer lässt die Vögel fliegen.

Dann wirbelt er ein Federspiel durch die Luft. Das ist eine Art künstliche Beute. Der Falke stürzt sich darauf - und bekommt ein Stück Fleisch. Die Zuschauer sind begeistert.

Aber wie geht es dem Falken dabei? Solche Flugschauen mit Greifvögeln sind heftig umstritten. Viele Tierschützer finden: So etwas ist Tierquälerei. Die Vögel dürften nie oder nur ganz selten fliegen. Die meiste Zeit würden sie im Käfig sitzen. Und oft zu wenig Futter für die sogenannte Beizjagd bekommen. Die Tiere hätten Untergewicht und seien geschwächt. Die Tierschützer kritisieren: Nur deshalb fliegen sie nicht weit weg und kommen immer wieder zu ihrem Trainer und dem Futter zurück.

Von Schau zu Schau gebe es durchaus Unterschiede, sagen etwa die Veranstalter von Flugschauen. Sie betonen, dass viele Wanderfalken in solchen Schauen gut behandelt würden. Einige sagen, dass die Tiere auf jeden Fall genug Futter bekommen. Und immer satt seien, wenn man sie in einer Schau fliegen lasse. Greifvögel seien von Natur aus eher faul. Sie würden gerne das Futter von Menschen nehmen, ohne selbst auf Beutejagd gehen zu müssen. Und freiwillig immer wieder zu ihren Besitzern zurückkommen.

dpa.

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