Experten sagen: An vielen Orten gibt es zu wenig gute Lehrer

29. Januar 2014

Lesen, schreiben, rechnen - das sollen Kinder in der Grundschule lernen. Es gibt aber viele Kinder auf der Welt, die das überhaupt nicht können. Oder, die es nicht richtig können - und das, obwohl sie mehrere Jahre zur Schule gegangen sind!

Auf dieses Problem haben Experten der Unesco am Mittwoch aufmerksam gemacht. Die Unesco ist eine Organisation, die sich auf der ganzen Welt etwa dafür einsetzt, dass Kinder und Jugendliche zur Schule gehen können.

«Besonders in armen Ländern bekommen viele Kinder keine oder keine gute Schulausbildung», sagt die Expertin Barbara Malina von der Unesco. Diese Länder liegen zum Beispiel im Süden von Afrika. «Ein Grund dafür ist, dass in den Ländern nicht genug Geld für Bildung ausgegeben wird.» Es gibt etwa nicht genug Schulen. Oder die Schulen sind nicht gut ausgestattet, zum Beispiel mit Schulbüchern.

An vielen Orten fehlen auch Lehrer. «Das kann daran liegen, dass zu wenig Leute die Schule abschließen und Lehrer werden. Oder dass Lehrer schlecht verdienen. Sie müssen noch etwas anderes arbeiten. Manchmal kommen sie dann einfach nicht zum Unterricht.»

Weil es zu wenig Lehrer gibt, sind die Klassen häufig sehr groß. «Ich selbst habe eine Klasse von 230 Kindern unterrichtet, die alle unter einem Baum saßen, weil es keine Klassenzimmer gab», berichtete eine Lehrerin aus dem Land Malawi in Afrika. Wenn so viele Kinder in einer Klasse sind, kann der Lehrer nicht darauf achten, dass alle Schüler gut im Unterricht mitkommen.

Die Unesco fordert, dass in den Ländern mehr für Bildung getan wird. «Alle Kinder müssen in die Schule und dort lesen, schreiben und rechnen lernen», sagt Barbara Malina. «Gebildete Menschen haben bessere Chancen. Sie sind zum Beispiel weniger arm, weil sie einen Beruf ergreifen können.» Deswegen müssten Lehrer in den Ländern etwa mehr verdienen und besser ausgebildet werden.

«In den vergangenen Jahren wurde allerdings auch viel erreicht», sagt die Expertin. «Es gehen heute zum Beispiel viel mehr Kinder zur Schule als früher.»

dpa.

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