Eine schwierige Sache: Chemie-Waffen vernichten

19. September 2013

Ab in den Müll damit! Das denken viele Leute, wenn sie etwas loswerden wollen. Doch mit manchen Sachen geht das nicht - zum Beispiel mit Chemie-Waffen.

Das sind Gifte, die besonders gefährlich und grausam sind. Wer damit in Berührung kommt oder sie einatmet, stirbt oder wird sehr krank. Deshalb sind sich die meisten Länder der Welt einig: Chemie-Waffen sollte man nicht im Krieg einsetzen.

Doch in dem Land Syrien ist das geschehen. Dort bekämpfen sich seit Längerem verschiedene Gruppen. Wer von ihnen die Chemie-Waffen eingesetzt hat, weiß man nicht. Manche vermuten, dass es der Präsident von Syrien war. Doch er sagt, das stimme nicht.

Viele Länder waren jedenfalls entsetzt darüber, dass solch schlimme Waffen eingesetzt wurden. Einige drohten sogar damit, mit Militär einzugreifen. Später sagte der syrische Präsident, das Land lasse seine Chemie-Waffen vernichten. Doch das ist gar nicht einfach!

Um die Waffen unschädlich zu machen, braucht man spezielle Anlagen. Denn es darf nichts von den gefährlichen Flüssigkeiten in die Umwelt gelangen! Sonst könnten sich die Gifte verbreiten. Deshalb gibt es Anlagen, in denen die Stoffe zum Beispiel verbrannt werden. Das geschieht in einer Art Ofen, in dem sehr hohe Temperaturen herrschen.

Eine andere Möglichkeit ist, die Stoffe zu sprengen, wenn sie etwa in einer Bombe stecken. Die Bombe kommt dann in eine spezielle Kammer. Eine andere Methode ist, die chemischen Stoffe aufzuspalten. Das bedeutet: Mithilfe anderer Chemikalien wird das Gift in weniger giftige Teile aufgeteilt. Puh, ganz schön aufwendig!

Das ist auch der Grund, warum das Vernichten von Chemie-Waffen extrem viel kostet. Für die Anlagen braucht man viel Sicherheits-Technik. Zum Beispiel Technik, die verhindert, dass giftige Gase in die Luft geraten. Und man benötigt Messgeräte, die prüfen, ob tatsächlich kein Gift nach draußen gelangt. Zudem brauchen die Mitarbeiter Anzüge, die sie von Kopf bis Fuß schützen. Der syrische Präsident jedenfalls hat schon gesagt, dass das Vernichten sehr teuer würde.

dpa.

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