Ein verbotener Handel

06. Januar 2019

Wien (dpa) - Manche Leute handeln mit Obst und Gemüse. Sie kaufen es von einem Hof ein und verkaufen es etwa in ihrem Supermarkt weiter. Andere Leute handeln mit Autos, Computern oder Büchern, um Geld zu verdienen. Solche Formen von Handel begegnen uns beinah täglich. Doch es gibt auch einen Handel, von dem man beinah nie etwas mitbekommt, weil er verboten ist: der Menschenhandel. Trotzdem gibt es ihn.

Menschenhändler verdienen Geld damit, dass sie andere Menschen oder deren Arbeitskraft verkaufen. Diese Leute werden dann gezwungen, zu arbeiten. Oft werden sie bedroht, misshandelt oder erpresst. Sie bekommen auch nur wenig oder gar kein Geld für ihre Arbeit etwa als Hausangestellte oder in Fabriken. Mehr als die Hälfte der Opfer wird zum Sex gezwungen. Das schrieben Experten am Sonntag in einem Bericht.

Wie viele Menschen Opfer von Menschenhändlern werden, lässt sich nicht sagen. Denn oft wird der Menschenhandel nicht entdeckt. Betroffen sind aber wohl Millionen Menschen auf der Welt, schätzen Experten. Viele davon stammen aus Südostasien. Oft werden die Opfer auch in andere Länder gebracht, um dort zu arbeiten. In Deutschland etwa wurden im Jahr 2017 Menschenhandel in 671 Fällen aufgedeckt.

Die Opfer sind oft sehr arm. Die Menschenhändler versprechen ihnen ein besseres Leben und belügen sie. Oft sagen sie nicht, welche Arbeit die Leute tatsächlich erwartet. Dann bringen sie ihre Opfer in ein anderes Land. Die Menschen sprechen die Sprache nicht und kennen sich nicht aus. So wird es ihnen schwer gemacht, sich zu wehren.

Ein Experte fordert, dass die Länder besser gegen den Menschenhandel zusammenarbeiten. Er sagte aber auch, dass es Erfolge gebe. Heute hätten alle Länder ein Gesetz, dass Menschenhandel als kriminell einstufe.

dpa.

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