Das Weißbuch gibt die Richtung an

17. Februar 2015

Ich will immer nett zu anderen Menschen sein. Außerdem will ich Armen etwas abgeben. Manchmal überlegen sich Leute, wie sie sich in Zukunft verhalten wollen.

Das machen auch Länder immer wieder. In Deutschland schreiben Politiker ihre Ziele in ein besonderes Buch - das
Weißbuch.


«In einem Weißbuch steht, wie ein Staat handeln will», sagt Experte Robin Schroeder. Um das Weißbuch zu erstellen, setzten sich Politiker der Regierung zusammen und überlegen eine ganze Menge Dinge. Zum Beispiel: In welcher Welt leben wir gerade, wo gibt es Probleme und Gefahren? Dabei geht es vor allem um Themen wie Kriege und um die Sicherheit eines Landes. Als nächstes grübeln die Leute, wie sie solche Schwierigkeiten lösen wollen.

Doch das ist kniffelig: Im Weißbuch werden keine Länder beim Namen genannt, mit denen es gerade Probleme gibt, auch keine Verbrecher oder sonst irgendwelche genauen Dinge. «In einem Weißbuch muss alles allgemein gelten», sagt der Fachmann.

Darin würde also in etwa stehen: Wir wollen, dass in anderen Ländern kein Krieg herrscht. Notfalls setzten wir uns dafür ein und helfen den Menschen dort. «Das Weißbuch hilft einem Staat dabei, sich zu orientieren. Es gibt eine grundsätzliche Richtung vor», sagt der Fachmann.

Für Politiker und Fachleute ist ein Weißbuch wichtig. «An einem Weißbuch werden Regierungen oft gemessen», sagt Robin Schroeder. Bekämpfen sich zum Beispiel plötzlich Menschen in einem Nachbarland und kein Politiker tut etwas, sagen Reporter: Aber ihr habt doch gesagt, dass ihr helfen wollt. Das steht schließlich im Weißbuch!

«Wenn Ziele einmal aufgeschrieben und veröffentlicht sind, setzt es die Politiker unter Druck, sie auch einzuhalten», sagt der Fachmann.

Solche Weißbücher erstellen Politiker in Deutschland immer wieder neu. Dazu holen sie sich auch viel Hilfe von Wissenschaftlern und anderen Experten. Das letzte Weißbuch kam im Jahr 2006 heraus. Am Dienstag startete die Arbeit an einem neuen Weißbuch. Es soll im Jahr 2016 fertig werden, also im nächsten Jahr.

dpa.

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