Darum sind Blätter im Herbst bunt

20. September 2013

Jetzt ist es wieder so weit: Der Herbst ist da - und von den Bäumen rieseln rote, orangefarbene und gelbe Blätter. Aber warum verfärben Blätter sich eigentlich?

Das liegt an einem bestimmten Farbstoff. Er heißt Chlorophyll. Er hilft mit, dass der Baum sich ernähren kann. Und im Sommer und im Frühjahr färbt er die Blätter der Laubbäume grün.

Im Winter aber zieht der Baum Nährstoffe aus den Blättern. Die speichert er im Stamm und in den Ästen, bevor die Blätter abfallen. Dabei wird das Chlorophyll abgebaut. Bei diesem Prozess kommen gelbe Farbstoffe zum Vorschein, die vorher durch das Grün verdeckt wurden. Und andere rote Farbstoffe werden neu gebildet.

Das Farbenspiel hängt auch davon ab, wo der Baum steht. Bekommt er wenig Licht ab, sind die Farben eher blass oder braun. An einem sonnigen Platz leuchten sie dagegen besonders kräftig. Sonne und Kälte sind die besten Voraussetzungen für einen farbenprächtigen Herbst, sagt ein Experte.

Die bunten Blätter bleiben einige Zeit am Baum, dann fallen sie ab. Das hat einen wichtigen Grund: Durch die Blätter verdunstet viel Wasser. Das ist eigentlich kein Problem. Die Bäume ziehen sich einfach neues Wasser durch die Wurzeln aus dem Boden.

Im Winter ist das aber nicht immer so einfach. Der Boden ist häufig gefroren - die Wurzeln können nicht für Wasser-Nachschub sorgen. Um zu verhindern, dass oben zu viel Wasser verdunstet, ohne dass von unten neues nachkommt, werden die Blätter abgeschmissen. Der Baum wird so vor dem Austrocknen geschützt.

dpa.

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