Chemie-Waffen zerstören für mehr Frieden

11. Oktober 2013

Viele Reporter hatten sich am Morgen versammelt. Sie warteten in einem Raum auf einen Mann, der um 11.00 Uhr etwas Wichtiges verkünden sollte.

«Guten Morgen, sehr geehrte Damen und Herren», begann der Mann mit den grauen Haaren. Dann verriet er endlich, wer dieses Jahr den Friedens-Nobelpreis bekommt. Das ist eine berühmte Auszeichnung! Einzelne Menschen oder Einrichtungen bekommen den Preis, wenn sie sich besonders für den Frieden auf der Welt einsetzen.

Dieses Mal geht der Friedens-Nobelpreis an eine Einrichtung: die «Organisation für das Verbot chemischer Waffen», kurz OPCW. Die Mitarbeiter der OPCW beschäftigen sich mit besonders gefährlichen Waffen: Chemie-Waffen. Vor Jahren hatten Länder einen Vertrag unterschrieben. Darin steht, dass sie diese schlimmen Gift-Waffen nicht mehr herstellen und verwenden. Alle Chemie-Waffen sollen zerstört werden!

Die OPCW überwacht seither, dass die Staaten ihre Waffen tatsächlich vernichten - und dass keine neuen Giftstoffe in Fabriken hergestellt werden. Dafür schickt die OPCW besondere
Kontrolleure in die Länder. Die schauen zum Beispiel in Fabriken, ob dort so viel von den Giftstoffen vernichtet wurde, wie der Staat angegeben hat.


Große Probleme mit Chemie-Waffen gab es zuletzt in dem Land Syrien. Dort herrscht seit längerer Zeit ein schlimmer Konflikt. Menschen starben, weil Chemie-Waffen eingesetzt wurden. Wer die Waffen eingesetzt hat, ist nicht klar. Der Chef von Syrien hat vor Kurzem gesagt, dass Chemie-Waffen, die es dort noch gibt, vernichtet werden sollen. Am Montag will der Staat den Vertrag unterschreiben, den auch 189 andere Staaten schon unterschrieben haben.

Experten sagen: Die Arbeit der OPCW ist erfolgreich. Denn inzwischen sind die allermeisten Chemiewaffen auf der Welt zerstört. Zumindest die, von denen man wusste.

dpa.

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