Als eine Bohrinsel im Meer versank

17. April 2015

Es war eine große Katastrophe, die vor fünf Jahren passierte: Im Golf von Mexiko explodierte eine Bohrinsel. Sie hieß «Deepwater Horizon».

Später versank die Bohrinsel im Meer - vor der Südküste des Landes USA.

Mit der Bohrinsel ließ die Firma BP Erdöl aus dem Meeresboden nach oben befördern. Dazu wurde der Meeresboden angebohrt und das Öl über Rohre hochgeholt. Das Problem war: Aus dem Loch sprudelte nach dem Unglück unter anderem monatelang Erdöl ins Wasser. Denn es gelang erst nicht, das Loch tief unten am Meeresboden zu schließen.

Das Öl ist schädlich für Tiere und Pflanzen. Überall auf der Welt waren damals Fotos oder Fernseh-Aufnahmen der Umwelt-Katastrophe zu sehen: Sie zeigten, wie ein riesiger Ölteppich auf dem Meer schwamm. Und Vögel, deren Gefieder vom Öl verklebt war. Zudem sah man, wie an Stränden dunkles Öl angespült wurde. Viele Vögel und Tiere starben. Fischer verloren ihre Arbeit. Und Urlauber blieben erst mal aus, weil sie nicht an verdreckte Strände wollten.

Zwar versuchten Fachleute gleich, möglichst viel Öl einzusammeln oder loszuwerden. Doch viel Öl blieb wohl im Wasser. Deshalb beschäftigen sich noch heute Forscher mit der Katastrophe, die im April vor fünf Jahren passierte.

Eine Gruppe von Forschern fand heraus: Teile des Öls haben sich wohl auf dem Meeresboden abgesetzt. «Lebewesen, die sich da unten nicht wegbewegen können, sterben ab», sagt Öl-Experte Jörg Feddern von der Umwelt-Organisation Greenpeace. Zum Beispiel Muscheln.

Experten sagen, die Strände seien wieder viel sauberer. Doch noch immer würden hin und wieder kleine dunkle Klumpen angespült, die aufgesammelt würden. Verölte Vögel fände man nicht mehr, sagt Jörg Feddern. «Aber seit dem Unglück findet man sehr viel mehr tote Tümmler und Meeresschildkröten?.»

Forscher werden auch in den nächsten Jahren beobachten, wie es mit der Umwelt in der Region weitergeht. «Letztlich weiß man nicht, wie lange die Tiere und Pflanzen brauchen, um sich von solch einer ?Katastrophe zu erholen?», sagt Jörg Feddern.

dpa.

Schließen

    Diesen Artikel versenden





Bitte bestätigen Sie Ihre Angaben

Bitte geben Sie den untenstehenden Code ein

© VRM GmbH & Co. KG 2020
Alle Rechte vorbehalten | Vervielfältigung nur mit Genehmigung der VRM GmbH & Co. KG